Foto Stative werden eingesetzt, um Verwackelungen zu vermeiden. Besonders bei der Verwendung hoher Belichtungszeiten, wie etwa bei Nachtaufnahmen, ist es kaum möglich, ein unverwackeltes, scharfes Bild aus der Hand zu schießen. Doch ein Foto Stativ ist für sich genommen noch kein Garant für eine gute Aufnahme. Bei unsachgemäßer Bedienung der Kamera, kann es trotz Stativ zu Verwackelungen kommen.
Man sollte daher darauf achten, den Fernauslöser der Kamera zu verwenden. Den bereits das Betätigen des Auslösers auf der Kamera selber kann Schwingungen auslösen, die die Aufnahme verwackelt. Bei der Verwenung einer Spiegelreflexkamera sollte man die Spiegelvorauslösung aktivieren. Denn auch das herunterklappen der Spiegel während der Belichtung können entstprechende Verwackelungen verursachen.
Nutzt man ein Dreibeinstativ, so ist in jedem Fall darauf zu achten, dass es stabil steht. Auf welchem Untergrund es steht ist dabei nebensächlich, da die Stativbeine von Dreibeinstativen einzeln justierbar und ausfahrbar sind. So kann man es selbst auf unebenen Boden stabil hinstellen. Verfügt das Stativ über eine Bodenspinne, sollte diese bei unebenem Boden im Vorfeld entfernt werden. Dabei darf man nicht vergessen die Stativbeine ordentlich im Boden zu verkeilen, da dies die Aufgabe der Bodenspinne gewesen wäre.
Steht das Fotostativ stabil, so müssen die Beine fixiert werden. Entsprechende Klemmen oder anders geartete Vorrichtungen sind an jedem Stativ angebracht. Vergessen Sie dies, so wird Ihnen die Kamera wegbrechen, wenn Sie auch nur den geringsten Druck ausüben.
Die Kamera muss sicher auf dem Stativ befestigt werden. In der Regel dient dazu die Stativplatte, die Sie unter die Kamera schrauben. Schrauben Sie sie fest, ansonsten wird die Kamera bei häufigen Gebrauch wackelig auf dem Foto Stativ sitzen. Achten Sie darauf, dass die Stativplatte in die richtige Richtung zeigt. Normalerweise gibt es einen Aufdruck auf der Platte, in welche Richtung sie zum Objektiv zeigen muss.
Sind Kamera und Platte verbunden können Sie die Platte auf das Stativ schieben. Ein Einrasten auf dem Stativkopf heißt nicht automatisch, dass die Kamera fest aufsitzt. Nun können Sie sie noch ausrichten. Fixieren Sie anschließend die Stativplatte samt Kamera. Dafür hat jedes Stativ im Normalfall eine Feststellschraube.
Wenn alles soweit stimmt müssen Sie das Stativ “ins Wasser” bringen. Das heißt nichts anderes, als dass Sie den Stativkopf gerade ausrichten. Eine Libelle hilft dabei weiter. Stativköpfe haben im Normalfall diese kleine Wasserwaage, die es Ihnen erleichtert das Stativ gerade auszurichten.
Nachdem Sie Ihr Motiv eingerichtet haben sollten Sie die horizontale und vertikale Bewegung des Stativkopfes feststellen, so dass sich beim Fotografieren auch wirklich nichts mehr bewegen kann. Hochwertigere Stative verfügen dabei auch noch über Dämpfungseinstellungen, so dass Sie bei Bedarf den Kopf auch blitzschnell in eine andere Richtung schwenken oder neigen können.